Demenz-Syndrom der Depression („Pseudodemenz“) , Delir und andere Auslöser einer Demenz

„Wenn ein Mensch kürzlich Erlebtes schnell vergisst und sich selbst bei einfachen Tätigkeiten kaum konzentrieren kann, muss nicht immer eine Demenz schuld sein. Es gibt Krankheiten, die ähnliche Symptome auslösen, aber ganz andere Ursachen haben. Dazu zählen Depression und Delir. Bei rechtzeitiger Diagnose lässt sich beides nicht nur behandeln, sondern heilen.“

(www.wegweiser-demenz.de)

Es gibt also auch kognitive Störungen, die sich durch eine Depression erklären lassen, was den Vorteil hat, dass eine Depression gut behandelbar erscheint. Nach Jahn/Werheid sind neuropsychologische Defizite bei älteren Menschen mit einer depressiven Erkrankung häufig. Da die Beeinträchtigungen teilweise sehr schwerwiegend sind, bezeichnet man sie als Demenzsyndrom der Depression. In der Praxis erweise sich die Unterscheidung zwischen einer Alzheimer-Demenz und einer Depression oftmals als problematisch. Eine sorgfältige Diagnostik ist für den einzuschlagenden therapeutischen Weg daher sehr wichtig. Allerdings kann das Auftreten einer Depression auch ein Hinweis auf eine einsetzende dementielle Erkrankung sein oder ein mit der dementiellen Erkrankung einhergehendes emotionales Symptom.
Von einer Demenz unterschieden werden auch das Delir (Verwirrtheitszustand) und eine Amnesie (Gedächtnisstörung), die andere Ursachen haben, so die Deutsche Alzheimer Gesellschaft, und damit auch andere Behandlungsmaßnahmen erforderlichen machen. „Es gibt eine ganze Reihe von möglichen Auslösern für ein Delir. Die Symptome können beispielsweise Folge von Fieber, Stoffwechselstörungen, Leber- oder Nierenschäden sein. Aber auch Mangelerscheinungen, oft genug beispielsweise Flüssigkeitsmangel, und bestimmte Medikamente können Delirien auslösen. Wird die Ursache des Delirs gefunden und behoben, klingen die Beschwerden meist rasch ab. Bleibt ein Delir dagegen unentdeckt, lassen sich die Schäden später kaum noch rückgängig machen.“ Wichtig erscheint für die Depression als auch das Delir: „Beide Krankheiten müssen frühzeitig behandelt werden, dann sind sie heilbar.“ Es gibt dazu auch noch andere Krankheiten, die demenzartige Symptome hervorrufen können. Beispiele dafür sind Diabetes, Schädelhirntraumen,
Alkoholsucht und Morbus Wilson. Bei dieser seltenen Erbkrankheit sammelt sich zu viel Kupfer unter anderem im Gehirn und wirkt dort wie Gift. (vgl. wegweiser-demenz.de)